Forumtheater
Das Forumtheater ist die zentrale Methode im Theater der Unterdrückten, entwickelt von Augusto Boal, Rio de Janeiro. Es stellt dem Publikum eine Szene vor, die schlecht und unbefriedigend endet. Ein Joker ermutigt das Publikum, diese Szenen im Dialog zu einem besseren Ende zu bringen.
Im Forumtheater werden vor allem durch zugespitzte „Modellszenen“ Fragen aufgeworfen. Die Modelle werden meist in offenen Workshops aus den generativen Themen der Teilnehmenden entwickelt. Die Zuschauenden können sich in die Szenen einwechseln und die Schauspielenden, die darin “Unterdrückte”, “Mitläufer” oder “Neutrale” darstellen, ersetzen. Hier geht es um Antworten auf Fragen wie: Was würde ich in der dargestellten, gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln die Ergebnisse beeinflussen?
Mit dem Forumtheater kann jede Problemstellung der Teilnehmenden
- von diesen ausgesprochen und ins Bild gebracht,
- von ihnen selbst durch das Spiel der anderen distanziert,
- durch das identifizierende Handeln des Publikums verändert werden.
Pädagogischer Hintergrund ist dazu die Befreiungspädagogik oder Pädagogik der Unterdrückten nach Paulo Freire.




